Nach Diktat vereist

Nach Diktat vereist

– Was bleibt dir, als dich in deine Geschichten einzuschreiben, da die anderen fort sind und die da sind, mit sich selbst ringen.

Die Hoffnung, über die Vernetzung etwas an sozialer Kompetenz zu erlangen, sollte einer Illusion weichen – da ein sich selbst Darstellen der Mitteilung und dem Austausch vorzuziehen war.

Statt die anderen zu gewinnen, erweiterte sich der Witz ums Erzählte,

bis ins Lächerliche der Person, zum Vielfachen des Lächerlichen,

und musste aufhören damit

Ich hab noch Wäsche im Kühlschrank

110 Ein Hoch auf das Miteinander!

112 Ich habe da ein Bild in mir, von dem lass ich mich nicht abbringen.

113 Das waren die Worte eines virtuellen Zeitgenossen, von dem ich mich betrogen fühlte. Er erzählte von Bildern zwischen Niemandsland und Schattenrand, gleich sah ich auch, dass er in den Arm genommen wurde von Nichts, das vergeblich brüllte. Bewegt oder erregt? Von seiner Schwäche und seinen Worten, in Form gegossene Erregung. War das nicht eins jener Gestalten, die sich fortwährend in ihr Spiegelbild vernarren und weil sie sich darin vernarren, vernarren sie sich in jedes weitere Bild?

Sie waren und wurden zum eigenen Bild, nackt und bloßgestellt standen sie mit ihren Paraphrasen vor ihrem witzlosen Spiegel. Warten. Sie ließen sich von ihren Bildern nicht abbringen. Der das sagte, war nicht mal ein Freund, sondern virtueller Zeitgenosse, der es verstand, alles, was dort draußen im Land der virtuellen Nägel ausgelegt wurde, zu seinem Eigentum zu machen und sich jeden einzelnen der ausgelegten Nägel einzuverleiben. Christus gleich rannte er vernagelt in ein weiteres Bild. Die Einsamkeit im Miteinander. Denn er würde sich von seinen Bildern nicht abbringen lassen.

114 Für die archaischen Wünsche gibt es zum Glück noch Tage des Abstands.

115 Prima Balerina tanzt in den Süden dieser Provinz.

117 Habe übrigens alle Deine Mails in einem Artikel veröffentlicht, hast Du wohl übersehen?!

119 Der Artikel hieß Gähnendes Miteinander. Das Blatt blieb leer. Da stand nichts drin.

124 Ich saß vor einem leeren Blatt. Ich konnte den Text nicht sehen. Ich sah nur, ich kann ihn nicht sehen. Was hab ich gesehen?

125 Aber ihr tut ja so, als sei nichts gewesen. Wisst ihr eigentlich, dass eure Emailnummer einmal quer über den Spiegel geschmiert gehört?! Sonntag.

127 Prosaisch posaunt hört sich der Text so an: Ihr könnt mich mal am Sprachloch suchen!

131 Partnerschaft, Freunde, Familie, Menschen, die uns mitprägen und uns Liebe erleben lassen. Wir sollten auf uns achten und auch auf sie. Mit ihnen sein und mit uns selbst. Dennoch. Manche kommen einfach nicht miteinander aus.

132 Da sitze ich und trauere, trauere um eine verlorene Liebe, Beziehung, den Freund, der mich wortlos verließ. Ich weiß, er wird nicht wieder kommen und hier ist der Punkt, an dem ich aufhöre, über ihn nachzudenken und mich mir widme.

133 Er wird nicht wiederkommen.

134 Wie begrenzt ist meine Denkweise, wie weit beherrscht mich Raserei, Eifersucht und die Enttäuschung? Wie wenig habe ich mir selbst gegeben und wie wenig blieb dann noch anderen? Wie allein und im Stich gelassen fühle ich mich in diesem Moment?

137 Und nun lebe ich aus, was ich empfinde oder halte stolz meine Selbstdarstellung zurück. Übernimmt mein Geist nun das Ruder und steuert mich dorthin, wohin ich nie wollte? Wie heißt es das Land … das Land das nur kalt ist und ohne Leben. Gefangen, verworren in mir suche ich nach Erklärungen und suche den Weg, der mich aus dieser „meiner“ Hölle entführt.

138 Doch finden werde ich ihn nicht. Es ist wie wenn ich versuchte, eine Tür mit einer Karotte zu öffnen, habt ihr je von einem gehört der dies vollbrachte?

139 Nun, es geschehen noch Zeichen und Wunder und manchmal sieht man Pferde Kinderwagen ziehen, aber ob´s ihnen auch bekommt? Den Pferden oder den Kinderwagen? Gut dann hast du mich verstanden … das meinte ich damit.

140 Wie kann ich als Mensch erwarten, Gefühle zu ernten wenn ich Nägel säe.

141 Nur Emotionen locken ebensolche hervor und hier bereits fängt das Miteinander an.

So of müsste ich Nach Diktat vereist unterbringen: Nach Diktat vereist * Nach Diktat vereist * Nach Diktat vereist * Nach Diktat vereist * Nach Diktat vereist * Nach Diktat vereist * Nach Diktat vereist * Nach Diktat vereist *

Was das eine mit dem anderen nicht zu tun hat …

Nach Diktat vereist
* Nach Diktat vereist *

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