Gestaltungsfreiheit

Gestaltungsfreiheit nicht Maschinen anpassen … heißt: sich nicht den Maschinen anpassen.

Was den meisten gefällt. Heißt eben nicht, dass es allen gefällt.

Welche Innovation bliebe dir noch, wenn alles dem Diktat einiger weniger folgt?

Es ist davon auszugehen, dass den meisten entgeht, was es neben ihrer eigenen Wahrnehmung noch gibt.

Gefallenwollen kann Missfallen erzeugen.

Und zur Plage werden. Zur Selbstquäl-Phrase.

Dass Massegeschmack Geltung und Bedeutung gewonnen hat, muss jedem zu Denken geben.

Der oder die sich selbst als Inspiration sieht oder als Idee von etwas außerhalb der eigenen Idee

Wenn dir Text nichts bedeutet, bleibt der Text ohne Bedeutung. Bis ihm jemand Bedeutung verleiht – die nicht mal innewohnt.

Willst du Text mit Bedeutung versehen, kann es passieren, dass du ihn überfrachtest. Ihn überhöhst und ihn umgekehrt damit aushöhlst, ihn zur Phrase umschreibst.

Die Maschine suggeriert im Gegenzug, ich würde zu lange Sätze schreiben. Ich fürchte, dass sie nicht so sehr auf Lesbarkeit an sich aus ist, sondern auf Infantilisierung und Klarheit. So, als wäre nichts ambivalent, sondern alles einfach und klar. Primitiv ist die Maschine. Sie kann Satzzeichen wie Gedankenstriche und Kommata nicht als Trennzeichen akzeptieren, sondern nur als Teil von Sätzen.

Diesem in meinen Augen einfachen und primitiven Text bescheinigt die Maschine eine Leseunfreundlichkeit. Ich soll Sätze kürzen. Im gleichen Atemzug mehr schreiben. Sie schaltet auf Grün, nachdem ich Kommata durch Punkte ersetzte.

Auf dem Bild schwach zu erkennen: Kraniche bereiten sich auf den Flug nach Süden vor. Hunderte.

Gestaltungsfreiheit nicht Maschinen anpassen
Gestaltungsfreiheit nicht Maschinen anpassen

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